Schritt 1: Notiere deine 5-10 Lieblingstricks
Schreibe dir 5-10 Hula Hoop-Tricks, die du gut kannst und in deiner Choreo haben möchtest, auf ein paar Zettel. Ich nutze dazu gerne kleine Zettel im Karteikartenformat. Die mache ich mir am liebsten selbst, indem ich ein paar A4-Blätter übereinanderlege, und sie kurzerhand in 8 circa gleichgroße Teile schneide. Schreibe einfach je Zettel den Namen eines Hula Hoop Tricks auf. Du kannst selbst entscheiden, ob du erstmal alle Tricks aufschreibst, die dir einfallen, um dann deine 5-10 Lieblingstricks herauszusuchen, oder ob du gleich eine Auswahl von 5-10 Tricks notierst.
Das Festlegen überfordert dich? Mir hilft es, erst alle Tricks aufzuschreiben, die mir einfallen. Mit dieser Brain-Dump-Methode kann ich anschließend viel leichter eine Auswahl treffen. Wenn dich der Gedanke an eine kleine Trick-Auswahl blockiert, kann diese Herangehensweise für dich eine super Blockaden-Umschiffung sein. Wähle dann aus deiner Vielzahl an Tricks 5-10 Hula Hoop Tricks aus, und lege die anderen Zettel erstmal beiseite.

Schneid dir einfach aus 2 A4-Blättern ein paar kleinere Zettel zusammen.

Schreib deine Lieblingstricks auf. Wenn du den Namen nicht genau weißt, dann beschreibe in 2-3 eigenen Worten, was beid em Trick passiert. Hauptsache DU weißt, was du damit meinst.
Schritt 2: Puzzle deine Trickauswahl in eine erste Reihenfolge
Nun nimm dir deine Trickauswahl vor und versuche eine erste Reihenfolge festzulegen. Es geht hier hauptsächlich darum, überhaupt etwas festzulegen. Diese Reihenfolge ist nicht in Stein gemeißelt. In allen nachfolgenden Schritten kannst du sie verfeinern und verändern. Für einen leichten Anfang, ist es jedoch wichtig, dass du dich überhaupt festlegst.
Du legst deine Trick-Zettelchen ausgebreitet vor dich hin und fängst an zu puzzlen. Mit welchem Trick willst du beginnen? Oder springt dir einer ins Auge, mit dem du gern enden möchtest? Fällt dir direkt eine schöne Kombination aus zwei oder mehr Tricks ein? Schiebe deine Zettel hin und her, bis du eine Reihenfolge hast, die dir gefällt. Auch wenn du noch keine Idee hast, wie die Tricks ineinander über gehen können, lege deine Hula Hoop-Tricks-Zettel nebeneinander in eine Reihe: Trick 1, Trick 2, Trick 3 und so weiter.
Damit das Ganze nicht zu theoretisch und kopflastig wird, kannst du immer, wenn dein Kopf droht, mit Zerdenken oder Zweifeln "hängen zu bleiben", eine kleine Pause einlegen und mit deinem Hoop spielen. Kleine Pause wird hier großgeschrieben: versuche, deine erste Reihenfolge innerhalb von ca. 10 Minuten festzulegen und zu probieren. Mit diesem kurzen Zeitfenster erstickst du aufkeimenden Perfektionismus und Grübeleien direkt im Keim. Das Ziel ist an dieser Stelle, zügig eine erste Reihenfolge zu bilden.

Schiebe deine Zettel hin und her, bis du eine erste Reihenfolge gepuzzlet hast, die dir gefällt.
Schritt 3: Teste und optimiere deine Reihenfolge
In diesem Schritt beginnst du, deine bisherige Reihenfolge zu spielen und zu testen. Probiere deine festgelegte Trick-Abfolge einfach aus. Vielleicht merkst du direkt, dass du den ein oder anderen Trick gern an einer anderen Stelle haben möchtest, weil er dort besser passt. Oder dir fällt nach dem Spielen eines Tricks auf, dass sich aus diesem heraus ein anderer Hula Hoop Trick wunderbar anschließen lässt. In diesem Fall schnapp dir einfach deine Zettel und verschiebe die Reihenfolge und sortiere sie einfach um, wie sie dir gefällt.
Optimiere deine Reihenfolge so lange, bis sie sich für dich flüssig und passend anfühlt. In diesem Schritt kannst du easy weitere Tricks und tänzerische Bewegungen an deine Abfolge dranhängen oder ganze Trickkombinationen einfügen. Am Ende darf deine Reihenfolge natürlich mehr als 10 Tricks enthalten, wenn du das so magst. Für den Anfang empfehle ich dir jedoch, dich selbst nicht zu überfordern, indem du versuchst alle Tricks, die du kennst, mit in die Choreo einzubinden.

Ob draußen oder drinnen, geh mit deiner ersten Reihenfolge los und probier sie aus.
Schritt 4: Ergänze deine Reihenfolge durch eine Intention und/ oder Story
Deine bisher technisch ausgearbeitete Choreo ergänzt du nun durch einen erzählerische Ebene. Das geht zum Beispiel, indem du für deine Choreo eine Intention setzt. Frage dich zum Beispiel: Was möchtest du mit deiner Choreo vermitteln? Was soll sie erzählen? Was willst du ausdrücken? Welche Stimmung möchtest du mit ihr erzeugen? Soll sie auf etwas aufmerksam machen? Oder etwas sichtbar machen? Gibt es vielleicht eine kleine Story, die du mit ihr erzählen willst? Welche Emotionen möchtest du ausdrücken? Welche willst du mit deiner Hula Hoop Choreo bei anderen erzeugen?
Nutze verschiedene stilistische Mittel, um deine Intention und Emotionen spürbar und sichtbar zu machen. Das sind zum Beispiel verschiedene Bewegungsqualitäten, wie schnelle und langsame, große und kleine Bewegungen. Aber auch der Ausdruck deines Blicks, deine Körperhaltung, Pausen, Dynamikwechsel oder Wiederholungen kannst du an dieser Stelle nutzen.
Du bist überfragt? Für den Anfang reicht es auch vollkommen aus, wenn du dir eine kleine Intention wie "meine Choreo soll verzaubern" oder "meine Choreo soll Leichtigkeit erzeugen" vornimmst. Im Endeffekt soll dir dieser Schritt dienen und dich im Ausdruck unterstützen. Wenn er dir erstmal mehr Schwierigkeiten macht, als dir zu dienen, geh zum nächsten Schritt über - vielleicht kommt dir später noch eine Intention.

Sammle mit ein paar beschreibenden Worten, wie sich deine Choreo anfühlen oder wirken soll.
Schritt 5: Wähle passende Musik für deine erste Hula Hoop Choreo
Schau in deine Playlists und suche dir ein paar Lieder zu deiner Choreo heraus, die passen könnten. Mir hilft es, die Augen zu schließen und mir vor meinem inneren Auge meine Abfolge vorzustellen. Suche nach Musik, die die Energie deiner Choreo unterstreicht und trägt. Ein Lied, das die Emotionen transportiert, die du in deiner Choreo ausdrücken möchtest. Achte darauf, dass deine Musikauswahl nicht zu schnell oder zu langsam ist, sondern dein Tempo trifft.
Spiele deine Hula Hoop Choreo zu ein paar deiner ausgewählten Lieder. Nimm dir genug Zeit für diesen Schritt. Du wirst staunen, wie unterschiedlich sich deine Choreo für dich anfühlt, wenn du deine Abfolge zu unterschiedlicher Musik spielst. Tipp: Filme dich und deine Abfolge, während du sie zu verschiedenen Liedern spielst. So bekommst du eine tolle zweite Perspektive, nämlich wie deine Choreo mit unterschiedlicher Musik "von außen" wirkt. Such dir schlussendlich die Musik heraus, die für dich am besten passt. Hier kannst du noch einmal überlegen, ob dir eine Intention, vielleicht ein Wort oder eine Emotion einfällt, die sich durch deine Choreo ziehen soll.

Schmeiß deine Musik an. Auch hier gilt: Probieren geht über Studieren.
Schritt 6: Trainiere, ergänze und verfeinere deine Choreo
Mit der Auswahl deiner Musik bist du ready, um deine Choreo zu verfeinern und abzuschließen. Wenn du dich auf das Timing und den Rhythmus der Musik einlässt, wird sich deine Choreo noch einmal etwas verändern. Lass dich darauf ein und finde einen Abschluss für deine Choreografie. Achte darauf, dass deine Choreo erstmal nicht länger als 3 bis 4 Minuten wird. Das ist eine gute Zeit für eine knackige Choreo und, um deine eigene Energie zu halten. Nun heißt es: trainieren, bis sie für dich richtig flüssig läuft, und du sie voll und ganz genießen und womöglich auch mit jemandem teilen kannst.
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