Wann hast du dich das letzte Mal mit dir selbst wirklich verbunden gefühlt? In einer Welt voller Reize, Anforderungen und ständiger Vergleiche, verlieren wir schnell den Kontakt zu uns selbst. Wenn du dazu noch als Kind gelernt hast mehr funktionieren zu müssen als sein zu dürfen, hast du es zusätzlich schwer als Erwachsene bei dir zu bleiben. In diesem Blogartikel erfährst du, was Selbstverbundenheit ist. Ich schreibe darüber, warum sie nicht nur für spirituell interessierte Menschen wichtig ist, und weshalb sie in Zukunft unabdingbar sein wird. Du erfährst, was die Generation Y und Gen Z damit zu tun haben, und weshalb Selbstverbundenheit nicht nur dein Leben, sondern die ganze Welt verändern kann. Am Ende des Blogartikels zeige ich dir zwei erste Schritte aus meiner zirkuspädagogischen Arbeit, mit denen du ganz leicht deine Verbindung zu dir selbst stärken kannst. - Die musst du unbedingt ausprobieren!
Was ist Selbstverbundenheit?
Selbstverbundenheit ist die Kunst, ganz bei dir zu sein. Sie ist eine bewusste, tiefe Verbindung zu dir und deinem wahren Selbst. Diese tiefe Bindung gibt dir ein Gefühl von Bei-dir-selbst-angekommen-sein, von Frieden und Ganzheit. Sie lässt dich geerdet, lebendig, frei und wirksam fühlen. Wenn du gut mit dir selbst verbunden bist, erlebst du innere Harmonie und das Gefühl, mit dir selbst im Einklang zu sein. Selbstverbundenheit verleiht dir innere Ruhe und die Möglichkeit dich aus deiner Mitte heraus authentisch auszudrücken.
Wenn du dir selbst wieder näher kommen willst, hilft dir Selbstverbundenheit dabei. Sie knüpft das Band zu deinem tiefsten Kern und deinem authentischen Ich. Statt im Autopiloten den Tag zu verbringen, Erwartungen hinterher zu hechten und gefallen zu wollen, verbindest du dich mit deiner Lebendigkeit. Du bekommst wieder Kontakt zu dem, was DIR wichtig ist und was für dich wirklich im Leben zählt. Selbstverbundenheit ist deine starke Verbindung zu deinem Herzen, zu deiner Seele, zu deiner inneren Weisheit und Stärke.

Es gibt verschiedene Wege, um dir selbst näher zu kommen und deine Selbstverbundenheit zu stärken. Bekannte Wege sind zum Beispiel: Meditation und Achtsamkeitstraining, Yoga, Journaling, Naturerlebnisse, Kreativität und Bewegung. Mein aller liebster Weg ist das Zirkustraining. Denn das verbindet Achtsamkeit, Kreativität, Musik und Bewegung auf wunderbare Weise miteinander. Deine Verbundenheit mit dir selbst wird dabei auf leichte, freudvolle und intensiv erlebbare Weise gestärkt.
Warum ist Selbstverbundenheit heute so wichtig?
In unserer heutigen Zeit ist Selbstverbundenheit wichtiger denn je. Unsere Welt ist unglaublich schnell und voll geworden. Wir stehen unter ständiger Reizüberflutung und sind, neben der alltäglichen, tausend Ablenkungen, mit Zeit-, Leistungs- und Vergleichsdruck konfrontiert. Das entfernt uns immer weiter von uns selbst. Was wir jetzt brauchen, ist ein Gegengewicht zu diesem Selbstentfernungstrend.
Ich erinnere mich gut daran, wie wir uns "damals" als Kinder zum Spielen draußen verabredet haben. Wir sind mit den Inlineskates zu unseren Freunden und haben geklingelt, um zu fragen, ob sie raus zum Spielen kommen dürfen. In dieser Zeit hatten wir noch echte Begegnungen mit uns selbst und mit anderen. Nicht weil damals alles besser war. Sondern weil wir als Kinder versunken im Spiel und in kreativen Porzessen, automatisch ganz angebunden an unser Innerstes waren. Das dürfen wir uns als Erwachsene wieder zurück holen, denn Selbstverbundenheit ist ein wunderbarer emotionaler und mentaler Ausgleich zu unserem komplexen, digitalen und schnellen Leben.
Selbstverbundenheit wird häufig als spirituelle Praxis bewertet. Derweile ist Selbstverbundenheit viel mehr. Sie ist kein Nice-to-have, sondern eine Must-have für deinen Alltag, deine langfristigen Lebensziele und dein Wirken in der Welt. Selbstverbundenheit wird auch wissenschaftlich erforscht. Das IGVF forscht zum Beispiel seit 2023 zu den Auswirkungen multidimensionaler Verbundenheit. Studien der Harvard University weisen darauf hin, dass Verbundenheit langlebig macht.

Selbstverbundenheit Schenkt dir inneren Halt und erfüllung
Aus deiner Verbundenheit mit dir und deinem Wesenskern, entsteht innere Klarheit darüber, wer du wirklich bist. Diese Verbundenheit und Klarheit schenkt dir in einer Welt der Krisen, Kriege und Unsicherheiten innere Ruhe und Sicherheit. Mit ihr bleibst du wirksam und kraftvoll, denn du bist ganz bei dir und präsent in deiner Kraft. Sie ist wie dein innerer Anker der dich mit dir selbst im Einklang sein lässt, während du mit Herausforderungen und Druck im außen umgehst. Sie fördert deine emotionale Resilienz weil sie dir ein starkes Fundament an innerer Klarheit und Selbstbewusstsein schafft.
Mit Selbstverbundenheit führst du ein waches, lebendiges und selbstbestimmtes Leben. Du lebst in der Freiheit, du selbst zu sein und verlässt deinen Autopiloten-Modus. Selbstverbundenheit hilft dir nicht nur deine eigenen Bedürfnisse, Gefühle und Grenzen bewusster wahrzunehmen und zu vertreten, sie schenkt dir auch die Freiheit dich authentisch zu zeigen und Entscheidungen leichter zu fällen. Sie gibt dir Sinn und Orientierung in deinem eigenen Leben, und unterstützt dich dabei, ein erfülltes Leben nach deinen Zielen und Wünschen zu gestalten. Das wirkt sich auch positiv auf deine Beziehungen aus. Denn wenn du gut bei dir bist, und eine gute Beziehung zu dir selbst führst, ist es viel leichter eine Beziehung nach außen, zu anderen Personen, zu führen.

Mit Selbstverbundenheit veränderst du die Welt
Es gibt aber noch ein größeres Ganzes, weshalb wir alle selbstverbundener werden sollten: Wir verändern damit die Welt. Wenn wir Selbstverbundenheit leben, verändern wir das kollektive Bewusstsein und unser gesellschaftliches Miteinander. Denn wie oben schon erwähnt: Wer eine gute Beziehung zu sich selbst führt, ist auch in der Lage, wertschätzende, nachhaltige, empathische und gesunde Beziehungen nach außen zu führen. Außerdem kannst du für andere ein inspirierendes Vorbild sein, ebenfalls ihr wahres Selbst zu leben.
Wenn du als selbstverbundene Person voran gehst, wirkst du the-butterfly-effect-mäßig unvermeidbar auf andere Menschen und die gesamte Welt ein. Mit der authentischen Ausstrahlung der Selbstverbundenheit, rüttelst du aber auch direkt die Menschen um dich herum wach, hinzusehen, hinzufühlen und Veränderungen zu bewirken.
Selbstverbundenheit ist ein fundamentaler Bestandteil für gesellschaftliche Stabilität. Sie ermöglicht den Menschen, bewusstere und nachhaltige Entscheidungen zu treffen, die den Blick auf ein langfristiges Wohl für anderen Menschen und die Umwelt haben. Wenn du selbstverbunden bist, förderst du damit Zusammenhalt und Frieden, denn Selbstverbundenheit verhilft zu echten Begegnungen und fördert Dialoge.
Welche Rolle wird Selbstverbundenheit in der Zukunft spielen?
Ich bin mir sicher: Deine Selbstverbundenheit rettet dir in Zukunft den A****. In einer Welt, die immer schneller und komplexer wird, ist Selbstverbundenheit dein Anker. Darüber hinaus ist sie dein Ticket in deine erfüllte und selbstbestimmte Zukunft. Sie schenkt dir für dein Leben Klarheit und Freiheit, Echtheit und Tiefe, Kraft und echte Lebensfreude. Und sie wird notwendig sein, um die politischen, gesellschaftlichen und klimatischen Herausforderungen der nächsten Jahre sinnvoll mitzugestalten. Selbstverbundenheit wird in Zukunft eine Notwendigkeit für den Einzelnen und die Menschheit sein.
1. psychische belastungen und stress
Die Zahlen für psychische Erkrankungen und Stresserkrankungen steigen seit Jahren weltweit an. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass bis 2030 Depression die zweithäufigste Ursache für Krankheit sein wird. Diese Entwicklungen zeigen, dass Achtsamkeit und innere Stabilität, die mit Selbstverbundenheit Hand in Hand gehen, immer wichtiger werden. Kirege und globale Krisen haben die Menschen in den letzten Jahren verunsichert. In den nächsten 5 Jahren wird der Druck auf die psychische Gesundheit der Menschen fortbestehen oder sogar steigen, sodass immer mehr nach Wegen suchen werden, um innere Balance zu finden.
2. Technologie und Digitalisierung
Unsere Smartphones, Social Media und die ständige digitale Verbindung führen zu einer mentalen Überlastung. Die Flut an täglichen Informationen und die Häufigkeit der Ablenkungen verhindern, dass wir uns mit uns selbst verbinden. Es ist außerdem zu beobachten, dass der Markt für Achtsamkeit und Meditation seit 2015 jährlich wächst. Daraus ist das wachsende Bedürfnis nach Selbstverbundenheit, als Antwort auf die digitale Überflutung, abzulesen.
3. Gesellschaftliche Veränderungen und neue Werte
Die jüngeren Generationen verändern die Welt. Generation Y, auch Generation "Why" oder "die Millenials" genannt, zu denen ich übrigens auch zähle, und Gen Z legen zunehmend Wert auf Authentizität und pesönliche Erfüllung. Diese Generationen hinterfragen das Bestehende, suchen nach Sinn und nach einer tieferen Verbundenheit. Sie suchen nach Selbstverwirklichung und nach einer Balance zwischen Beruf und dem restlichen Leben. Selbstverbundenheit wird also in den nächsten Jahren immer mehr zu einem sichtbaren Kernaspekt des Lebens gehören.
So fängst du mit Selbstverbundenheit an
Wenn du selbstverbundener werden möchtest, beginnst du am besten deinen Körper regelmäßig und bewusst wahrzunehmen. Für den Anfang gehe folgende zwei wichtige Schritte. Erstens: checke regelmäßig in deinen gesamten Körper ein, zum Beispiel mit meiner Body Tapping-Übung. Zweitens: beginne zu Tanzen. Musik berührt die Seele und dein Körper wird dir als wunderbarer Partner für Selbstverbindung zur Seite stehen. Hier findest du zwei Übungen dazu:
1. KurzAnleitung zum Body tapping
Das Body Tapping ist eine meiner liebsten Warm Up-Übungen aus meinem Zirkustraining. Sie hilft dir dabei in deinen Körper einzuchecken, dich zu erden, alte Energie los zu werden und bewusst und frisch weiter zu gehen. Diese Übung ist super leicht, sanft und gleichzeitig mega kraftvoll. Du kannst sie ganz einfach morgens oder zwischendurch im Lauf deines Tages machen. Hier findest du eine Kurzanleitung zum Body Tapping:
- Stell dich aufrecht hin. Spüre einen kurzen Moment in deinen Körper hinein und nimm wahr wie er sich jetzt gerade anfühlt.
- Trommel dann mit deinen Fingerspitzen angenehm leicht über deinen Kopf, dein Geschicht, deinen Nacken und den Hals hinab.

- Klopfe dann mit der flachen Hand von der Schulter aus über deinen Arm, bis du zu deiner Hand ankommst. Du klopfst die Außenseite deines Armes entlang nach unten, und klopfst dann die Innenseite entlang wieder nach oben. Klopfe genauso deinen anderen Arm aus.

- Jetzt klopfst du mit der flachen Hand weiter über deine Brust, die Thymusdrüse und die vorderen und hinteren Rippen.
- Weiter geht' s über deinen unteren Rück und sanft über deinen Bauch.
- Geh leicht in die Knie und trommel deinen Po mit deinen Fäusten aus. Im Musculus gluteus maximus (die große Po-Muskulatur) sammeln sich besonders viel Anspannung vom Tag (Stichwort A****-Backen zusammenkneifen).

- Dann stell ein Bein einen kleinen Schritt weiter nach vorn, lass es locker und klopfe mit deinen beiden flachen Händen dein Bein bis zu deinem Fuß aus.
- Klopfe mit deiner flachen Hand dein Fuß an der Oberseite aus und wiederhole alles an deinem anderen Bein und deinem Fuß.

- Zuletzt streiche deinen gesamten Körper mit deinen Händen aus, stell dir vor dustreichst damit übrig gebliebene alte Energie, Gedanken oder Sorgen aus deinem Körper und deinem gesamten System heraus.
- Spüre nun noch einmal in deinen Körper hinein. Was hat sich verändert? Wie fühlt sich dein Körper jetzt an? Hat sich etwas an deiner Stimmung oder deinem Gesamtempfinden verändert?
In Kürze findest du hier noch einen Link zu einem Video, mit dem du diese Übung ganz einfach mitmachen kannst.
2. Spiel und Beweg dich zu dir selbst
Bewegung und Spiel ist DIE connection zu deinem Kern und Balsam für die Seele. Halte es easy cheesy: schmeiß dir eins deiner Lieblinglieder an, oder das Radio, und fang an dich zur Musik zu bewegen. Gegen den Gedanken "Ich kann ich nicht tanzen, das sieht bescheuert aus" hilft folgender Gedanke: Das Tanzen ist im Grunde nur eine Aneinanderreihung von Bewegungen. Also brauchst du nichts anderes tun als dich zu bewegen. Du kannst dich im Takt hin und her wiegen, oder wild abzappeln. So wie es sich jetzt gerade für dich passend anfühlt. Tanze frei nach Nase, als würde dir niemand dabei zusehen. Einfach nur für dich. Dein Körper und deine Seele werden es dir danken.

Versuche dir im Alltag kleine Tanzrituale einzubauen. Zum Beispiel: du tanzt jeden Morgen zu einem Song (die meisten Songs dauern drei bis vier Minuten, das ist nicht lang!). Oder du tanzt abends zu ein zwei Liedern ab. Hauptsache du tanzt. Beobachte, wie sich dein Gefühl zu deinem Körper und dir selbst verändert. Wenn du magst, mach mit dir eine Tanz-Challenge aus. - Challenges funktionieren bei mir wunderbar, wenn ich ein neues Habit in meinen Alltag einpflegen möchte. Ich nehme mir etwas, wie das morgentliche Tanzen, für einen festgelegten Zeitraum als Challenge vor, hake jeden Tag ab den ich gemacht habe, und reflektiere danach welchen Effekt die neue Gewohnheit auf mein Leben hat.
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die dich daran erinnern, dass Bewegung mehr ist als Sport. Sie ist Abenteuer, Wachstum, Ausdruck und Rückkehr zu dir selbst.
